Gelenke

Viele Menschen sind aufgrund von entzündlich-rheumatischen Gelenkbeschwerden wie Arthrose und Arthritis sowie durch schmerzende Knochen, Muskeln und Sehnen in ihrer Beweglichkeit und Lebensqualität eingeschränkt. Allein in Deutschland leiden ca. 20 Millionen Menschen unter diesen Beschwerden. Das trifft vor allem für ältere Menschen zu. Aber auch viele junge Leute sind betroffen, insbesondere wenn die Gelenke durch bestimmte Umstände übermäßig belastet werden. Dazu können z.B. Übergewicht, Verletzungen, Achsenfehlstellungen der Beine (X- oder O-Beine), Verkürzung eines Beines oder Überlastung in Beruf oder Sport beitragen.

Typische Beschwerden bei Arthrose & Arthritis
Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. Als Ursache wird eine Fehlsteuerung des Immunsystems diskutiert, wodurch Gewebe in den Gelenken „angegriffen“ und eine Entzündung ausgelöst wird. Die Arthritis beginnt oft plötzlich: Zumeist sind zunächst die kleinen Finger- und Zehengelenke betroffen, sie schmerzen, schwellen an und fühlen sich heiß an. Beim Aufwachen sind die Gelenke oft steif und schmerzhaft. Im Laufe von Wochen oder Monaten können dann mehr und mehr Gelenke erkranken. Die Erkrankung verläuft oft schubweise. Für einige Zeit schmerzen die Gelenke besonders heftig, danach tritt die Krankheit wieder in den Hintergrund. Typisch für die rheumatoide Arthritis sind auch knotige Verdickungen, die sich im Bereich der Finger- und Ellenbogengelenke bei bis zu 20 % der Betroffenen bilden.

Bei der Arthrose handelt es sich um eine so genannte degenerative Gelenkerkrankung, bei der die Gelenke bzw. der Gelenkknorpel z.B. alters- oder verletzungsbedingt abgenutzt und zerstört wird. Es werden zwei Formen unterschieden: die so genannte „stumme“ Arthrose, die keine Beschwerden verursacht, und die „aktivierte“ Arthrose, bei der sich die Schädigung des Knorpels durch Schmerzen in den Gelenken äußert. Typisch für die aktivierte Arthrose sind wie auch bei der Arthritis wechselnde Schmerzen im betroffenen Gelenk. Häufig treten die Beschwerden als so genannter Anlaufschmerz auf, z. B. beim Aufstehen oder beim Aussteigen aus dem Auto. Frühsymptome sind jedoch auch Schmerzen beim Treppen steigen sowie nach längerer Belastung, z. B. beim Gehen. Anfangs treten die Schmerzen nur zeitweise auf, allmählich weichen sie dann aber einem mehr oder minder starken Dauerschmerz. Auch eine Schmerzverstärkung bei feucht-kalter Witterung ist möglich.

Tipps bei Arthrose & Arthritis

  • Viel bewegen! An Sportarten ist alles erlaubt, was Spaß macht, die Gelenke schont und die Beschwerden nicht verstärkt.
  • Eine gesunde Ernährung mit Obst, Gemüse und viel Fisch versorgt den Körper mit wichtigen Vitalstoffen. Arachidonsäure-haltige Lebensmittel (z.B. Schweinefleisch, Wurst, Eier) meiden, da diese Entzündungsprozesse fördern.
  • Warme Bäder, Umschläge und Wärmepflaster helfen bei degenerativen, d. h. auf Verschleiß beruhenden Erkrankungen – z. B. bei Arthrose.
  • Akute Entzündungen, wie sie bei Arthritis immer wieder auftreten, sollten in der Regel gekühlt werden. Hier helfen kalte Quarkwickel und Eiswürfel bzw. „Coolpacks“ aus dem Gefrierfach (am besten in ein Küchentuch einwickeln, um Erfrierungserscheinungen zu vermeiden).

 

Vitalstoffe für die Gelenke
Bei Gelenkproblemen ist eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen besonders wichtig. Hierzu gehören beispielsweise die Antioxidantien Selen, Zink, Vitamin E und Vitamin C, für die bei entzündlich-rheumatischen Gelenkbeschwerden häufig ein erhöhter Bedarf besteht. Denn für die Entstehung und das Fortschreiten der Beschwerden mitverantwortlich ist die übermäßige Bildung von chemisch aggressiven Teilchen, so genannten Prooxidantien. Diese können durch Antioxidantien wie Selen, Zink, Vitamin E und Vitamin C neutralisiert werden. Besonders vorteilhaft ist die kombinierte Einnahme dieser Antioxidantien, denn sie wirken synergistisch - d.h. sie entfalten ihre antioxidativen Eigenschaften auf unterschiedliche Art und Weise und ergänzen sich somit gegenseitig in ihrer Wirkung. Darüber hinaus fördert Vitamin C die Bildung von Bindegewebe und trägt zur gesunden Knorpelfunktion bei.

Auch durch die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren und Gelenknährstoffen wie Chondroitinsulfat profitieren die Gelenke. Diese Vitalstoffe sind z.B. in Fisch und Muscheln enthalten, die bei Gelenkproblemen regelmäßig auf dem Speiseplan stehen sollten. Insbesondere die neuseeländische Grünlippmuschel (lat. Perna canaliculus) ist seit langer Zeit als hochwertiges und gesundheitsförderndes Nahrungsmittel speziell bei Gelenkproblemen bekannt. Sie spielt bei der Ernährung der Maori - der Ureinwohner Neuseelands - eine wichtige Rolle. Zu den wertvollen Bestandteilen der Grünlippmuschel zählen u.a. Omega-3-Fettsäuren, Eiweißstoffe, Glykogen und so genannte Glykosaminoglykane (z.B. Chondroitinsulfat) – allesamt wichtige Bestandteile des Gelenkknorpels. Letztlich aber ist die Gesamtheit aller Vitalstoffe, so wie sie von Natur aus in der Grünlippmuschel vorhanden sind, für deren positive Wirkung auf die Gelenke ausschlaggebend. Das Besondere der Grünlippmuschel ist somit die natürliche Vielfalt ihrer Vitalstoffe für die Gelenke.