Ein lebenswichtiges Spurenelement
Zink (Zn) wurde erstmals 1746 von dem deutschen Chemiker Andreas Sigismund Marggraf aus dem Mineral Sphalerit isoliert. Der Name „Zink“ leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „zinke“ für „Zacke“ oder „Spitze“ ab und bezieht sich auf das charakteristische Aussehen der Zinkkristalle.
Später erkannte man die Bedeutung von Zink im biologischen System. Zink kommt in nahezu allen Zellen des Körpers vor und spielt somit eine Schlüsselrollen in vielen Enzymreaktionen. Zudem ist Zink Strukturbestandteil in zahlreichen körpereigenen Eiweißen: etwa jedes zehnte Protein im Körper enthält Zink.
Warum ist Zink so wichtig?
Zink ist Bestandteil von über 3.000 Enzymen und anderen körpereigenen Eiweißen, die zahlreiche biochemische Reaktionen ermöglichen. Zink ist außerdem an vielen Prozessen der Zellteilung (Zellvermehrung und -entwicklung) beteiligt, so dass es für sämtliche Wachstums- und Regenerationsprozesse benötigt wird.
- Immunfunktion: Zink unterstützt die normale Funktion des Immunsystems und trägt maßgeblich zur Entwicklung und Aktivität von Immunzellen wie T-Zellen und Makrophagen (Fresszellen) bei. Es fördert zudem die Produktion von Antikörpern und Zytokinen (Botenstoffe).
- Haut, Haare, Nägel: Zink ist wichtig für die Erhaltung gesunder Haut, Haare und Nägel. Der Mineralstoff ist an der Zellteilung und Regeneration beteiligt, was für ein ausgewogenes Hautbild, kräftige Haare und stabile Nägel essenziell ist.
- Fruchtbarkeit: Zink trägt zur Erhaltung der Fruchtbarkeit und normalen Fortpflanzungsfähigkeit von Mann und Frau bei. Besonders Paare mit Kinderwunsch sollten auf eine ausreichende Zinkzufuhr achten.
- Hormonregulation: Zink ist ein essenzieller Nährstoff für die Hormonregulation und trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei. Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon.
- DNA/Erbinformation: Zink spielt eine zentrale Rolle bei der DNA-Synthese. Es ist an der Reparatur und Bildung der DNA beteiligt, was für Zellwachstum, Zellteilung und die Aufrechterhaltung der Zellgesundheit unerlässlich ist.
- Sehkraft: Zink trägt zur Erhaltung der Sehkraft bei und unterstützt den normalen Vitamin-A-Stoffwechsel, der ebenfalls für die Augen von Bedeutung ist.
- Knochen: Zink ist ein wichtiger Bestandteil für die Erhaltung gesunder Knochen. Es unterstützt die Knochenbildung und -mineralisierung, indem es an der Aktivität von Enzymen beteiligt ist, die für die Struktur und Festigkeit der Knochen notwendig sind.
- Nervenfunktion: Zink ist an der Signalübertragung zwischen Nervenzellen beteiligt und spielt auch eine Rolle bei den kognitiven Fähigkeiten.
- Säure-Basen-Haushalt: Zink ist an der Aufrechterhaltung eines normalen Säure-Basen-Haushalts beteiligt. Dieser ist für die optimale Funktionsweise des Stoffwechsels wichtig.
- Zellschutz: Zink ist außerdem ein Antioxidans und trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativen Stress bei.

Wie viel Zink braucht der Körper?
Der Körper kann Zink nicht selbst herstellen und ist auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Der tägliche Bedarf variiert je nach Alter, Geschlecht und individuellen Lebensumständen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für Gesunde folgende Referenzwerte für die Zufuhr über die Nahrung an:
- Erwachsene: 7 bis 16 mg pro Tag
- Kinder und Jugendliche: 3 bis 14 mg pro Tag
Zink-Haushalt
Besondere Situationen haben einen Einfluss auf den Zink-Haushalt:
- Schwangerschaft und Stillzeit: Während der Schwangerschaft und Stillzeit muss das neue Leben zusätzlich von der Mutter versorgt werden, was den Bedarf der Mutter erhöht.
- Kinder und Jugendliche: Vor allem in Wachstumsphasen kann der Bedarf bei Kindern und Jugendlichen erhöht sein, da Zink wichtig für die Zellteilung und Wachstumsprozesse ist.
- Unausgewogene Ernährung: Eine unausgewogene Ernährung oder Diät kann dazu führen, dass nicht genügend Nährstoffe über die Nahrung aufgenommen werden.
- Vegetarische/Vegane Ernährung: Vor allem bei veganer oder vegetarischer Ernährungsweise werden tierische zinkreiche Lebensmittel vermieden. Pflanzliche Lebensmittel enthalten zudem häufig Phytinsäure, die Zink bindet, das dann aber nicht mehr für den menschlichen Körper verfügbar ist.
- Krankheiten: Bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie Zöliakie, der Leber oder Galle kann es zu einer verminderten Aufnahme kommen.
- Körperliche und psychische Belastung: Herausfordernde Lebensphasen, psychische Belastung, sportliche Aktivität und hohe körperliche Belastung können zusätzlich zu erhöhten Verlusten führen.
- Alter: Auch im fortgeschrittenen Alter können Appetitlosigkeit, verschiedene Krankheiten und die Einnahme von Arzneimitteln die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen oder zu einer vermehrten Ausscheidung von Nährstoffen führen.

Zinkreiche Lebensmittel
Zur Unterstützung einer ausgewogenen Ernährung mit Zink können Sie folgende Lebensmittel in Ihre Ernährung integrieren:
- Fleisch: Rindfleisch, Schweinefleisch und Geflügel
- Fisch/Meeresfrüchte: Austern (eine der besten Zinkquellen), Krabben und Lachs
- Hülsenfrüchte: Kichererbsen, Linsen und Bohnen
- Nüsse und Samen: Kürbiskerne, Cashewkerne und Mandeln
- Vollkornprodukte: Haferflocken, Quinoa und Vollkornbrot
- Milchprodukte: Hartkäse, Quark und Joghurt
Tipp: Phytinsäure, die in vielen Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vorkommt, kann die Zinkaufnahme hemmen. Das Einweichen oder Keimen von Hülsenfrüchten kann die Verfügbarkeit von Zink erhöhen.
Fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke für eine individuelle und kompetente Beratung, um Ihre Mineralstoffversorgung optimal zu unterstützen.
Über Verla
Die Geschichte von Verla-Pharm geht auf eine 200-jährige Apothekertradition zurück. Der Name „Verla“ leitet sich aus den Anfangsbuchstaben des Familiennamens „von Ehrlich“ und deren „Reichenberger Löwen Apotheke“ ab und ist seit 1957 eng mit dem Mineralstoff Magnesium verbunden.
Seit über 75 Jahren steht Verla für Mineralstoff-Kompetenz und hochwertige Produkte. Entdecken Sie, wie diese Tradition in unseren Produkten weiterlebt.

