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Der Blutdruck

Lebenswichtiger Kreislauf

Fast jeder kennt das Gefühl, wenn der Blutdruck in stressigen Momenten oder bei unangenehmen Erlebnissen ansteigt: Das Herz schlägt schneller, der Puls rast, das Blut pocht in den Adern. Diese Reaktion ist völlig normal – und in vielen Situationen sogar notwendig. Denn nicht nur Stress oder Aufregung lassen den Blutdruck steigen, auch körperliche Aktivität erhöht die Herzleistung, um Muskeln besser mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. In Phasen der Ruhe und Entspannung hingegen sinkt der Druck im Gefäßsystem wieder ab.

Der Blutdruck ist ein zentraler Indikator für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems. Er beeinflusst zahlreiche Körperfunktionen und spielt eine entscheidende Rolle bei der Versorgung aller Organe. 

Was ist Blutdruck?

Der Blutdruck beschreibt die Kraft, mit der das Blut auf die Wände der Blutgefäße drückt. Er wird maßgeblich durch die Pumpleistung des Herzens und den Widerstand der Blutgefäße bestimmt. Am höchsten ist der Druck in der großen Arterie, die direkt vom Herzen ausgeht; auf dem Weg durch Arterien, Kapillaren und Venen nimmt er stetig ab, bis das Blut schließlich wieder zum Herzen zurückfließt. Entsprechend herrschen in den verschiedenen Abschnitten des Blutkreislaufs unterschiedliche Druckverhältnisse.

Spricht man allgemein vom „Blutdruck“, ist meist der arterielle Druck in den großen Schlagadern auf Höhe des Herzens gemeint. Auch dieser ist jedoch keine konstante Größe: Er schwankt im Tagesverlauf und passt sich verschiedenen körperlichen und seelischen Anforderungen an. Morgens ist der Blutdruck beispielsweise häufig höher als nachts, und im Laufe des Tages kann er leicht absinken. Der Körper reguliert den Blutdruck fortlaufend, um eine ausreichende Versorgung aller Organe sicherzustellen – selbst bei wechselnden Belastungen.

Wie der Körper den Blutdruck reguliert

Die Steuerung des Blutdrucks erfolgt über ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Nervensystem, Hormonen, Gefäßreaktionen und dem Wasser- sowie Salzhaushalt des Körpers. Ein zentrales Element dabei ist das autonome Nervensystem, insbesondere der Sympathikus – jener Teil, der unbewusst und blitzschnell auf Veränderungen reagiert. Bei plötzlichem Bedarf steigert der Sympathikus sowohl die Kraft als auch die Frequenz des Herzschlags. Gleichzeitig verengen sich die Blutgefäße, was innerhalb von Sekunden zu einem Anstieg des Blutdrucks führt. Umgekehrt kann über eine Hemmung dieser Reaktionen auch eine Blutdrucksenkung bewirkt werden.

Auch Hormone, vor allem aus Niere und Nebenniere, spielen eine wichtige Rolle. Das sogenannte Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) ist beispielsweise wesentlich an der Regulation beteiligt. Zusätzlich beeinflusst der Salz- und Wasserhaushalt des Körpers das Blutvolumen – und damit ebenfalls den Druck in den Gefäßen. Die Elastizität der Gefäßwände trägt ebenfalls zur Feinregulierung bei: Je elastischer die Gefäße sind, desto besser können sie Druckspitzen abpuffern.

Besonders wichtig für die kurzfristige Regulation sind sogenannte Barorezeptoren – druckempfindliche Sinneszellen in der Wand der Hals- und Hauptschlagader. Sie registrieren kontinuierlich den aktuellen Blutdruck und leiten diese Informationen an das zentrale Nervensystem weiter. So kann der Körper laufend und automatisch regulierend eingreifen, um eine stabile Versorgung der Organe sicherzustellen.

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Wie wird der Blutdruck gemessen?

In der ärztlichen Praxis wird der Blutdruck in der Regel indirekt gemessen – meist mithilfe einer aufblasbaren Manschette am Oberarm. Dabei handelt es sich um eine standardisierte Methode, bei der der Druck in den Gefäßen gegen den äußeren Luftdruck bestimmt wird. Die Messwerte werden in der Einheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben – eine Tradition, die aus der Zeit stammt, als Quecksilbermanometer zur Druckmessung verwendet wurden.

Der arterielle Blutdruck wird typischerweise als Zahlenpaar angegeben, bestehend aus systolischem und diastolischem Wert. Die Systole ist die Auswurfphase des Herzens: Die linke Herzkammer kontrahiert und pumpt das Blut in die Hauptschlagader (Aorta). In dieser Phase steigt der Druck in den Arterien auf seinen höchsten Punkt – den sogenannten oberen Blutdruckwert. In der darauffolgenden Diastole, der Entspannungs- und Füllungsphase der Herzkammern, sinkt der Druck wieder ab. Der niedrigste Messwert dieser Phase entspricht dem unteren Blutdruckwert.

Normwerte des Blutdrucks

In Ruhe liegt ein normaler Blutdruck beim Erwachsenen in etwa bei 120/80 mmHg (ausgesprochen: „120 zu 80“). Je nach individuellen Faktoren gelten systolische Werte zwischen 100–130 mmHg und diastolische Werte zwischen 60–85 mmHg als normal. Der Blutdruck wird in verschiedene Kategorien eingeteilt:

  Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
Niedriger Blutdruck (Hypotonie) unter 100 unter 60
Normaler Blutdruck 100–129 60–84
Erhöhter Blutdruck 130–139 80–89
Hoher Blutdruck (Hypertonie) ab 140 ab 90

Ein stabiler Blutdruck ist wichtig für das Wohlbefinden. Bei starker Beeinträchtigung des Alltags sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Kalium und seine Rolle für den Blutdruck

Kalium spielt eine wichtige Rolle für den Erhalt eines normalen Blutdrucks. Wie Magnesium ist auch Kalium an der normalen Funktion von Muskeln und Nerven beteiligt. Es wirkt entspannend auf die Gefäßmuskulatur, und damit positiv auf die Elastizität der Gefäße. Dies führt zu einer Stabilisierung des Blutdrucks.

Tipps für einen gesunden Blutdruck

  1. Regelmäßige Bewegung: Leichter Sport und körperliche Aktivität erhöhen vorübergehend den Blutdruck, stärken aber langfristig das Herz-Kreislauf-System.
  2. Ausgewogene Ernährung: Eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wenig Kochsalz (max. 5–6 g/Tag) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterstützt den Blutdruck.
  3. Gesundes Körpergewicht: Übergewicht belastet das Herz und erhöht den Widerstand in den Blutgefäßen. Bereits eine geringe Gewichtsabnahme kann den Blutdruck deutlich verbessern.
  4. Stressabbau und Entspannung: Akuter Stress erhöht den Blutdruck durch die Ausschüttung von Stresshormonen. Techniken wie Yoga, Achtsamkeit, Meditation oder einfach regelmäßige Pausen im Alltag helfen, das Nervensystem zu beruhigen.
  5. Alkohol und Rauchen: Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können den Blutdruck erhöhen, da sie die Gefäße verengen.

Über Verla

Die Geschichte von Verla-Pharm geht auf eine 200-jährige Apothekertradition zurück. Der Name „Verla“ leitet sich aus den Anfangsbuchstaben des Familiennamens „von Ehrlich“ und deren „Reichenberger Löwen Apotheke“ ab und ist seit 1957 eng mit dem Mineralstoff Magnesium verbunden.

Seit über 75 Jahren steht Verla für Mineralstoff-Kompetenz und hochwertige Produkte. Entdecken Sie, wie diese Tradition in unseren Produkten weiterlebt.

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