Warum Calcium unverzichtbar ist
Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der vor allem für stabile Knochen und Zähne erforderlich ist. Etwa 99 % des gesamten Calciumbestandes im Körper ist in den Knochen gespeichert. Aber auch für weitere Körperfunktionen wie die Blutgerinnung sowie die Muskeln und Nerven wird Calcium benötigt.
Doch was passiert, wenn nicht genügend Calcium vorhanden ist? Ein Calciummangel kann schleichend auftreten und zunächst keine auffälligen Symptome verursachen. Oft wird er erst diagnostiziert, wenn Knochenbrüche auftreten.

Wie entsteht Calciummangel?
Ein Calciummangel hat weitreichende Folgen für den Körper. Wenn zu wenig Calcium über die Ernährung aufgenommen wird, greift der Körper auf seine Calciumdepots in den Knochen zurück. Die Folge kann eine erhöhte Anfälligkeit für Knochenbrüche sein. Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einem Mangel führen können.
Geringe Zufuhr von Calcium
Den Calciumbedarf über die Nahrung zu decken ist mitunter eine Herausforderung. Viele Menschen konsumieren nicht genügend calciumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte. Auch Personen mit Laktoseintoleranz oder veganer Ernährungsweise greifen häufig auf Alternativen zurück, die weniger Calcium enthalten.
Erhöhter Bedarf an Calcium
Im Kindes- und Jugendalter wird Calcium benötigt, um ein gesundes Knochengerüst aufzubauen. In Wachstumsphasen ist der Bedarf besonders hoch. Bis zum 30. Lebensjahr wird unsere Knochenmasse kontinuierlich aufgebaut. Danach beginnt der Knochenabbau. Je besser das Knochengerüst in jungen Jahren ausgebildet ist, desto länger können die Knochen gesund erhalten werden. Schwangere und stillende Frauen benötigen viel Calcium, um die Versorgung des Kindes zu gewährleisten. Für Frauen in den Wechseljahren ist eine ausreichende Calciumzufuhr entscheidend, um das Risiko einer Osteoporose zu senken. Auch Senioren sollten auf eine ausreichende Calciumversorgung achten, damit der natürliche Knochenabbau nicht beschleunigt wird.
Erhöhte Verluste an Calcium
Vermehrte Calciumverluste können durch starkes Schwitzen, körperliche Belastung oder bestimmte Arzneimittel wie Kortison oder Protonenpumpenhemmer (Magenschutzmittel) verursacht werden. Besonders ältere Menschen sind betroffen, da sie oft einen Vitamin-D-Mangel haben, bei dem die Calciumaufnahme aus der Nahrung verringert ist.
Verminderte Aufnahme von Calcium
Eine ballaststoffreiche Ernährung kann die Aufnahme von Calcium im Darm beeinträchtigen. Hormonelle Veränderungen, Stoffwechselstörungen oder bestimmte Arzneimittel wie Abführmittel oder Schilddrüsenmedikamente können ebenfalls die Calciumaufnahme negativ beeinflussen.

Häufige Symptome eines Calciummangels
Ein Calciummangel bleibt häufig über einen langen Zeitraum unbemerkt, da er schleichend auftritt. Bei einer Unterversorgung wird Calcium kontinuierlich aus dem Knochengewebe entzogen. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:
- Knochen: Knochenabbau (Reduzierung der Knochendichte), Knochenbrüche
- Zähne: Zahnschmerzen, Karies oder Parodontose
- Nervensystem: Übererregbarkeit der Muskeln und Nerven, Taubheitsgefühle oder Kribbeln
Langfristig kann es zu Knochenschwund und erhöhter Knochenbrüchigkeit kommen. In Deutschland erleiden jährlich mehr als 130.000 Menschen Oberschenkelhalsbrüche.
Osteoporose – Wenn der Knochenabbau überhandnimmt
Ein langanhaltender, schwerwiegender Mangel an Calcium und Vitamin D kann zu Osteoporose führen. Diese Erkrankung ist durch eine geschädigte Knochenstruktur und eine verringerte Knochendichte gekennzeichnet. Osteoporose bleibt oft unbemerkt, bis es zu einem ersten Knochenbruch kommt. Sie führt zu:
- Verringerter Knochendichte: Die Knochen verlieren an Festigkeit und Flexibilität.
- Erhöhtem Frakturrisiko: Durch den Verlust von Knochendichte sind die Knochen anfälliger für Brüche, auch bei kleinen Belastungen oder Stürzen.
- Veränderung der Knochenstruktur: Der normale Aufbau des Knochengewebes wird gestört, was zu instabilen Knochen führt.

Risikogruppen für Osteoporose
Es gibt verschiedene Personengruppen, die besonders gefährdet sind, an Osteoporose zu erkranken:
- Frauen in den Wechseljahren: Die hormonellen Veränderungen, insbesondere der Rückgang des Östrogens, erhöhen das Risiko für Osteoporose erheblich.
- Ältere Männer: Auch Männer sind zunehmend betroffen, vor allem im höheren Lebensalter.
- Raucher: Rauchen schädigt die Knochengesundheit und steigert das Osteoporoserisiko.
- Langzeiteinnahme von Arzneimitteln: Bestimmte Arzneimittel wie Kortison oder Protonenpumpenhemmer können den Knochenabbau begünstigen.
Diagnose von Calciummangel und Osteoporose
Calciummangel kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden, wobei diese nur den Calciumspiegel im Blut misst – nicht jedoch die Calciumvorräte im Körper.
Bei Osteoporose zeigt der Bluttest oft normale Werte. Denn der Körper kann Calcium aus den Knochen mobilisieren, um den Blutspiegel aufrechtzuerhalten. Die Diagnose erfolgt in der Regel über eine Knochendichtemessung.

Behandlung von Calciummangel
Die Behandlung eines Calciummangels erfolgt in der Regel durch eine gezielte Erhöhung der Calciumzufuhr. Dabei kommen calciumhaltige Arzneimittel aus der Apotheke, wie die Calcium Verla®-Arzneimittel, zum Einsatz. Um den Calciummangel zu beheben und die Calciumspeicher nachhaltig wieder aufzufüllen, ist meist eine Einnahme über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) erforderlich. Insbesondere die Behandlung der Osteoporose sollte langfristig erfolgen.
Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um die für Sie geeignete Behandlungsmethode zu finden und notwendige Schritte zur Stabilisierung Ihres Calciumhaushalts zu unternehmen.
Vorbeugung von Calciummangel
Um gesunde Knochen zu erhalten, sind gezielte Maßnahmen entscheidend, insbesondere in jungen Jahren, wenn das Knochengerüst aufgebaut wird. Aber auch im Alter bleibt der Knochenstoffwechsel aktiv und kann durch folgende Tipps unterstützt werden:
- Calciumreiche Ernährung: Milch und Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen
- Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität, insbesondere Gewichtstraining und Gehen oder Laufen, trägt zur Knochengesundheit bei.
- Bewegung in der Sonne: Denn Sonnenlicht sorgt für die Bildung von Vitamin D, das für die Calciumaufnahme nötig ist.
- Alkohol, Koffein und Rauchen einschränken: Übermäßiger Konsum von Koffein und Alkohol sowie Rauchen kann die Calciumaufnahme beeinträchtigen.
- Erhöhten Bedarf decken: Bei einem erhöhten Calciumbedarf und zur Unterstützung der täglichen Versorgung kann es hilfreich sein, zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
Fazit
Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der eine Schlüsselrolle für die Knochengesundheit und viele andere Körperfunktionen spielt. Ein Calciummangel kann weitreichende Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben und zu Osteoporose und Knochenbrüchen führen.
Eine ausgewogene Ernährung, die reich an calciumhaltigen Lebensmitteln ist, ist eine gute Voraussetzung, um einen Mangel zu vermeiden. Achten Sie auf Anzeichen wie die Übererregbarkeit von Muskeln und Nerven, brüchige Knochen oder Zahnprobleme – diese könnten auf einen Calciummangel hinweisen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte nach ärztlicher Beratung und Diagnose eine gezielte Behandlung erfolgen.
Über Verla
Die Geschichte von Verla-Pharm geht auf eine 200-jährige Apothekertradition zurück. Der Name „Verla“ leitet sich aus den Anfangsbuchstaben des Familiennamens „von Ehrlich“ und deren „Reichenberger Löwen Apotheke“ ab und ist seit 1957 eng mit dem Mineralstoff Magnesium verbunden.
Seit über 75 Jahren steht Verla für Mineralstoff-Kompetenz und hochwertige Produkte. Entdecken Sie, wie diese Tradition in unseren Produkten weiterlebt.


