Warum Folsäure unverzichtbar ist
Folsäure ist eine stabile Form des Vitamins Folat, die der Körper besonders gut aufnehmen kann. Folat, auch als Vitamin B9 bekannt, ist ein wasserlösliches B-Vitamin, das für zahlreiche wichtige Prozesse im Körper unerlässlich ist. Besonders bedeutend ist es für die Zellteilung, das Wachstum und die Bildung von roten Blutkörperchen.
Ein Mangel an Folat/Folsäure kann zu gesundheitlichen Problemen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Anämie führen. Wenn Sie sich häufig erschöpft oder unwohl fühlen, könnte ein Folsäuremangel der Grund sein.

Wie entsteht Folsäuremangel?
Folsäuremangel entsteht entweder, wenn der Körper nicht genug von diesem wichtigen Vitamin aufnimmt, vermehrt Folat verloren geht oder der Bedarf steigt und nicht gedeckt werden kann.
Geringe Zufuhr von Folat/Folsäure
Oft resultiert ein Mangel aus einer zu geringen Aufnahme von Folat mit der Nahrung. Dies kann vor allem passieren, wenn zu wenig Gemüse konsumiert wird. Eine ungünstige Zubereitung von Lebensmitteln, bei der hohe Temperaturen verwendet werden, kann zudem die Folatgehalte verringern.
Erhöhter Bedarf an Folat/Folsäure
Ein erhöhter Bedarf kann ebenfalls zu einem Mangel führen, wie er zum Beispiel in der Schwangerschaft, Stillzeit oder während Wachstumsphasen auftritt.
Erhöhte Verluste an Folat/Folsäure
Einige Arzneimittel können den Folatspiegel senken. Dazu gehören unter anderem Methotrexat (zur Behandlung von Tumoren und Rheuma), Antiepileptika, Antibiotika und Malariapräparate. Auch die Antibabypille zur Empfängnisverhütung und übermäßiger Alkoholkonsum können den Folatspiegel negativ beeinflussen.
Verminderte Aufnahme von Folat/Folsäure
Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Zöliakie können die Aufnahme von Folat/Folsäure stören und zu einem Mangel führen.

Folsäure in der Schwangerschaft
Ein Mangel an Folat/Folsäure während der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen haben, darunter ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen des Babys, insbesondere Neuralrohrdefekte wie Spina bifida (offener Rücken) und Anenzephalie. Die für die Vermeidung dieser Defekte notwendige Menge an Folsäure kann durch die Ernährung allein oft nicht ausreichend gedeckt werden. Daher empfehlen Experten eine zusätzliche Einnahme von Folsäure.
Empfohlene Vorbeugung:
- Folsäurepräparate: Frauen mit Kinderwunsch sollten mindestens vier Wochen vor der Empfängnis mit der Einnahme von Folsäurepräparaten beginnen und diese bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche fortsetzen. Es wird empfohlen, die Einnahme während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit fortzusetzen, um den Folatspiegel aufrechtzuerhalten.
- Ernährungsumstellung: Legen Sie in Ihrer Ernährung Wert auf folatreiche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.
Häufige Symptome eines Folsäuremangels
Ein Mangel an Folat/Folsäure kann sich auf viele Prozesse im Körper auswirken. Die Symptome entwickeln sich oft schleichend, da der Körper lange in der Lage ist, geringe Mängel auszugleichen. Im fortgeschrittenen Stadium des Mangels können jedoch erhebliche gesundheitliche Probleme auftreten:
- Anämie (Blutarmut), was zu einer schlechten Sauerstoffversorgung des Körpers führt.
- Neuralrohrdefekte des Kindes bei unzureichender Versorgung in der Schwangerschaft.
- Verzögerte Zellteilung und Wachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen
- Störungen des Nervensystems, einschließlich Müdigkeit, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen.
- Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch erhöhte Homocysteinwerte im Blut.
Diagnose von Folsäuremangel
Folsäuremangel wird meist durch eine Blutuntersuchung diagnostiziert. Dabei wird der Folatspiegel im Blut gemessen. Ein niedriger Wert im Blutserum weist auf einen Mangel hin. Oft wird auch der Gehalt an Homocystein im Blut überprüft, da erhöhte Werte ebenfalls auf einen Folsäuremangel hinweisen können.
In einigen Fällen wird eine mikroskopische Untersuchung des Blutes durchgeführt, um größere oder abnormal geformte rote Blutkörperchen zu erkennen, die auf einen Mangel hindeuten können.

Behandlung von Folsäuremangel
Die Behandlung eines Folsäuremangels erfolgt in der Regel durch eine gezielte Erhöhung der Folatzufuhr. Dabei kommen folsäurehaltige Arzneimittel aus der Apotheke, wie Folverlan®, zum Einsatz. Um den Folsäuremangel zu beheben und die Folatspeicher nachhaltig wieder aufzufüllen, ist meist eine Einnahme über einen längeren Zeitraum von mindestens 4–12 Wochen erforderlich.
Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, um die passende Behandlung für Ihren individuellen Bedarf zu finden.
Vorbeugung von Folsäuremangel
Zur Vorbeugung eines Folsäuremangels gibt es einige hilfreiche Tipps, die Sie in Ihren Alltag integrieren können. Besonders wichtig sind diese für Frauen mit Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft.
- Folatreiche Ernährung: Grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen.
- Schonende Zubereitung: Da Folat empfindlich auf Hitze reagiert, sollten folathaltige Lebensmittel schonend zubereitet werden (z. B. Dämpfen statt Kochen).
- Rauchen abgewöhnen: Rauchen verringert die Aufnahme von Folat/Folsäure sowie von Vitamin B6 und B12.
- Erhöhten Bedarf decken: Bei einem erhöhten Folatbedarf vor allem bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft sowie zur Unterstützung der täglichen Versorgung kann es hilfreich sein, zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
Fazit
Folat/Folsäure ist ein lebenswichtiges Vitamin, das für zahlreiche Körperfunktionen, insbesondere für die Zellteilung und die Bildung roter Blutkörperchen, unverzichtbar ist. Ein Folsäuremangel kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen und sollte nicht unterschätzt werden.
Eine ausgewogene Ernährung, die reich an folsäurereichen Lebensmitteln ist, ist eine gute Voraussetzung, um einen Mangel zu vermeiden. Achten Sie auf frühe Anzeichen wie Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen – diese könnten auf einen Folsäuremangel hinweisen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte nach ärztlicher Beratung und Diagnose eine gezielte Behandlung erfolgen.
Über Verla
Die Geschichte von Verla-Pharm geht auf eine 200-jährige Apothekertradition zurück. Der Name „Verla“ leitet sich aus den Anfangsbuchstaben des Familiennamens „von Ehrlich“ und deren „Reichenberger Löwen Apotheke“ ab und ist seit 1957 eng mit dem Mineralstoff Magnesium verbunden.
Seit über 75 Jahren steht Verla für Mineralstoff-Kompetenz und hochwertige Produkte. Entdecken Sie, wie diese Tradition in unseren Produkten weiterlebt.

