Inhaltsverzeichnis
- Warum ist Magnesium für den Körper unverzichtbar?
- Wie entsteht Magnesiummangel?
- Welche Symptome können bei Magnesiummangel auftreten?
- Wer kann von Magnesiummangel betroffen sein?
- Wie wird Magnesiummangel festgestellt?
- Wie lässt sich Magnesiummangel behandeln?
- Wie können Sie einen ausgeglichenen Magnesiumhaushalt unterstützen?
- Häufig gestellte Fragen zum Thema Magnesiummangel
Zuletzt aktualisiert am 10. September 2026
Warum ist Magnesium für den Körper unverzichtbar?
Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt ist. Von der Muskelkontraktion und Nervenübertragung bis hin zum Energiestoffwechsel und Blutzuckerregulation – rund 80 % aller Stoffwechselprozesse im Körper sind von Magnesium abhängig.
Wie entsteht Magnesiummangel?
Ein Magnesiummangel tritt auf, wenn der Körper nicht ausreichend mit dem Mineralstoff versorgt wird. Denn Magnesium kann vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden und muss deshalb von außen zugeführt werden. Eine zu geringe Zufuhr ist jedoch nicht der einzige Grund, denn es gibt eine ganze Reihe an Lebensumständen, die zu Magnesiummangel führen können.
Die häufigsten Ursachen lassen sich in vier Bereiche einteilen:
| Ursache | Was passiert im Körper? | Mögliche Auslöser |
|---|---|---|
| Geringe Magnesiumzufuhr | Über die Ernährung wird dem Körper nicht ausreichend Magnesium zugeführt. | Einseitige Ernährung, stark verarbeitete Lebensmittel, geringer Verzehr magnesiumreicher Lebensmittel, Reduktionsdiäten |
| Erhöhter Magnesiumbedarf | Der Körper benötigt in bestimmten Lebenssituationen mehr Magnesium als üblich. | Stress, intensive körperliche Aktivität, Schwangerschaft und Stillzeit |
| Erhöhte Magnesiumverluste | Der Körper scheidet vermehrt Magnesium aus, insbesondere über den Urin. | Chronischer Stress, bestimmte Erkrankungen, bestimmte Arzneimittel, z. B. Entwässerungsmittel, hoher Alkoholkonsum |
| Verminderte Magnesiumaufnahme | Das zugeführte Magnesium kann im Darm nicht ausreichend aufgenommen werden. | Chronische Darmerkrankungen, bestimmte Arzneimittel, z. B. Mittel gegen Übersäuerung des Magens, höheres Alter |
Wie kann eine geringe Magnesiumzufuhr zu Magnesiummangel führen?
Eine unzureichende Magnesiumzufuhr ist eine naheliegende Ursache für Magnesiummangel, oft bedingt durch eine unausgewogene Ernährung. Besonders industriell verarbeitete Lebensmittel wie weißer Reis und Weißmehl enthalten nur noch wenig Magnesium durch die Entfernung der nährstoffreichen Bestandteile.
Nüsse, Samen und Vollkornprodukte, also möglichst naturbelassene Lebensmittel, stellen hingegen gute Quellen dar, doch selbst hier ist die Magnesiumaufnahme nicht optimal. Phytinsäure – ein natürlicher Bestandteil von Getreide und Hülsenfrüchten – bindet Mineralstoffe im Darm und verringert dadurch deren Aufnahme. Ähnlich verhält es sich mit phosphatreichen Lebensmitteln: Limonaden, Softdrinks oder „Fast-Food“ verschlechtern ebenfalls die Magnesiumversorgung.
Wann hat der Körper einen erhöhten Magnesiumbedarf?
Gesunde Erwachsene sollten täglich 300 bis 350 mg Magnesium über die Nahrung zu sich nehmen. In bestimmten Lebenssituationen oder bei hoher Belastung benötigt der Körper aber mehr Magnesium. Bei langanhaltendem Stress, durch hohe körperliche Aktivität oder in der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Bedarf an Magnesium. Auch Kinder, insbesondere in der Wachstumsphase, benötigen im Verhältnis zum Körpergewicht mehr Magnesium.
Wodurch kann der Körper vermehrt Magnesium verlieren?
Chronischer Stress, bestimmte Krankheiten wie Diabetes mellitus, aber auch die Einnahme von Entwässerungsmitteln (Diuretika) oder Immunsuppressiva (Substanzen, die die Funktion des Immunsystems unterdrücken) können den Magnesiumspiegel senken. Das gleiche gilt bei zu hohem Alkoholkonsum. Der Grund ist, dass der Körper unter diesen Bedingungen vermehrt Magnesium über den Urin ausscheidet.
Warum kann die Magnesiumaufnahme vermindert sein?
Manchmal wird Magnesium trotz ausreichender Zufuhr nicht richtig aus dem Darm aufgenommen. Dies kann durch entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Zöliakie), Diabetes mellitus oder höheres Alter bedingt sein. Die Einnahme von Abführmitteln, bestimmter Antibiotika oder Protonenpumpenhemmern (Arzneimittel zum Schutz des Magens) können ebenfalls die Magnesiumaufnahme beeinträchtigen.
Welche Symptome können bei Magnesiummangel auftreten?
Magnesiummangel gleich Wadenkrampf? Muskuläre Probleme sind sicher die bekanntesten Symptome eines Magnesiummangels, aber eigentlich sind sie nur die Spitze des Eisbergs. Die Beschwerden können den ganzen Körper betreffen und sind dabei oft unspezifisch und können deshalb mit anderen gesundheitlichen Problemen verwechselt werden.
Zu den häufigsten Anzeichen eines Magnesiummangels gehören:
- Muskulatur: Muskelkrämpfe, -zuckungen oder -verspannungen
- Nervensystem: Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit, Gedächtnisstörungen oder Konzentrationsstörungen
- Herz-Kreislauf-System: Herzrhythmusstörungen oder Blutdruckhochdruck
- Verdauung: Reizdarmbeschwerden
- Weitere Symptome: Kopfschmerzen, Leistungsschwäche, Müdigkeit, Regelbeschwerden oder erhöhte Stressanfälligkeit
Kann ein Magnesiummangel gesundheitliche Folgen haben?
Besteht ein Magnesiummangel über einen längeren Zeitraum, dann kann dies mit gesundheitlichen Folgen verbunden sein:
Herz-Kreislauf-Probleme: Magnesiummangel kann das Risiko für Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzrhythmusstörungen erhöhen.
Osteoporose: Magnesium ist wichtig für die Knochengesundheit. Ein Mangel kann die Knochendichte verringern und das Risiko für Osteoporose erhöhen.
Erhöhtes Risiko für Diabetes: Magnesium spielt eine Schlüsselrolle für die Funktion von Insulin. Ein Mangel kann das Risiko für Typ-2-Diabetes steigern.
Die Folgen eines chronischen Magnesiummangels können durch frühzeitige Behandlung verhindert bzw. gemildert werden. Ein Ausgleich des Mangels kann nicht nur Ihre Gesundheit schützen, sondern auch Ihre Lebensqualität steigern.
Wer kann von Magnesiummangel betroffen sein?
Viele Situationen und persönliche Lebensumstände bringen einen erhöhten Magnesiumbedarf mit sich. Besonders die folgenden Risikogruppen sollten daher auf Symptome eines Magnesiummangels achten:
- Schwangere und Stillende
- Frauen in den Wechseljahren
- Kinder und Jugendliche
- Ältere Menschen
- Sportlich Aktive
- Menschen mit Stress
- Menschen mit Schlafstörungen
- Migränepatienten
- Diabetiker
- Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Alle, die abnehmen wollen

Wie wird Magnesiummangel festgestellt?
Die Bestimmung des Magnesiumstatus erfolgt meist über eine Untersuchung des Blutserums, obwohl dieser Wert tatsächlich wenig aussagekräftig ist. Im Blutserum befinden sich nämlich nur 0,3 % des gesamten Magnesiums im Körper. Da Magnesium für viele physiologische Prozesse entscheidend ist, muss der Organismus die Konzentration im Blut möglichst konstant halten und gleicht zu niedrige Werte über Magnesiumspeicher im Knochen und den Zellen aus. Das bedeutet, dass auch bei einem Serum-Magnesiumspiegel im Normalbereich in den Zellen bereits ein Mangel vorliegen kann.
Im Übrigen kann es bei der Blutentnahme wegen der Stauung des Bluts zum Platzen von roten Blutkörperchen kommen. Dadurch wird zusätzlich Magnesium freigesetzt und das Ergebnis kann verfälscht werden. Daher muss neben der Bestimmung der Blutwerte immer auch auf mögliche Symptome und Ursachen eines Magnesiummangels geachtet werden.
Aus gesundheitlicher Sicht wird heute ein Magnesiumwert im Blutserum vonmindestens 0,85 mmol/l empfohlen. Bei einem niedrigeren Magnesiumspiegel können bereits gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten.

Wie lässt sich Magnesiummangel behandeln?
Die Behandlung eines Magnesiummangels erfolgt in der Regel durch eine gezielte Erhöhung der Magnesiumzufuhr. Dabei kommen magnesiumhaltige Präparate aus der Apotheke, wie die Magnesium Verla®-Arzneimittel, zum Einsatz. Um den Magnesiummangel zu beheben und die Speicher nachhaltig wieder aufzufüllen, sollte die Einnahme über einen längeren Zeitraum von mindestens 4–6 Wochen erfolgen. Je nach Ursache des Mangels kann auch eine dauerhafte Einnahme erforderlich und sinnvoll sein.
In besonders schweren Fällen können ärztlich vorgenommene Magnesiuminfusionen notwendig sein, um den Magnesiummangel schnell zu beseitigen.
Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Apothekenteam, um die für Sie geeignete Behandlungsmethode zu finden und notwendige Schritte zur Stabilisierung Ihres Magnesiumspiegels zu unternehmen.
Arzneimittel mit Magnesium von Verla-Pharm
Wie können Sie einen ausgeglichenen Magnesiumhaushalt unterstützen?
Um eine gute Magnesiumversorgung zu gewährleisten, gibt es einige hilfreiche Tipps, die Sie in Ihren Alltag integrieren können:
- Ernährung mit guten Magnesiumlieferanten: Ein möglichst hoher Anteil an naturbelassenen Nahrungsmitteln wie Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten, grünem Blattgemüse, ungeschältem Reis und Vollkornprodukten.
- Stress abbauen: Langanhaltender Stress verursacht Magnesiumverluste über den Urin. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation helfen, den Stresspegel zu reduzieren.
- Alkoholkonsum einschränken: Alkohol fördert die Ausscheidung von Magnesium.
- Erhöhten Bedarf decken: Bei einem erhöhten Magnesiumbedarf und zur Unterstützung der täglichen Versorgung kann es hilfreich sein, zusätzlich magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
Über Verla
Die Geschichte von Verla-Pharm geht auf eine 200-jährige Apothekertradition zurück. Der Name „Verla“ leitet sich aus den Anfangsbuchstaben des Familiennamens „von Ehrlich“ und deren „Reichenberger Löwen Apotheke“ ab und ist seit 1957 eng mit dem Mineralstoff Magnesium verbunden.
Seit über 75 Jahren steht Verla für Mineralstoff-Kompetenz und hochwertige Produkte. Entdecken Sie, wie diese Tradition in unseren Produkten weiterlebt.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Magnesiummangel
Kann Magnesiummangel trotz ausgewogener Ernährung entstehen?
Ja. Auch bei einer grundsätzlich ausgewogenen Ernährung kann ein Magnesiummangel auftreten. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Magnesium über Lebensmittel aufgenommen wird, sondern auch, wie gut der Körper den Mineralstoff verwerten kann. Chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, bestimmte Arzneimittel oder erhöhte Verluste über die Nieren können die Magnesiumversorgung beeinträchtigen. Auch in Phasen mit erhöhtem Bedarf kann dieübliche Zufuhr zeitweise nicht ausreichen.
Wie schnell lassen sich die Magnesiumspeicher wieder auffüllen?
Wie lange es dauert, einen Magnesiummangel auszugleichen, hängt von seiner Ursache, Ausprägung und Dauer ab. Erste Beschwerden können sich unter einer geeigneten Behandlung teilweise schon nach einigen Tagen bessern. Bis die körpereigenen Speicher wieder ausreichend gefüllt sind, kann jedoch eine regelmäßige Einnahme über mindestens 4–6 Wochen oder länger erforderlich sein. Bei wiederkehrenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Zu welcher Tageszeit sollte Magnesium eingenommen werden?
Magnesium kann grundsätzlich zu jeder Tageszeit eingenommen werden, eine feste Einnahmezeit ist dabei nicht ausschlaggebend. Wichtiger als der genaue Zeitpunkt ist eine regelmäßige Anwendung entsprechend der Packungsbeilage oder ärztlichen Empfehlung. Bei höheren Tagesmengen kann es sinnvoll sein, die Einnahme auf mehrere Portionen zu verteilen, da kleinere Mengen Magnesium besser vom Körper aufgenommen werden. Menschen, die empfindlich reagieren, vertragen Magnesium häufig besser zu einer Mahlzeit. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
Welche Arzneimittel können die Magnesiumversorgung beeinflussen?
Verschiedene Arzneimittel können die Aufnahme oder Ausscheidung von Magnesium beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Entwässerungsmittel, Abführmittel oder langfristig angewendete Protonenpumpenhemmer (Arzneimittel zum Schutz des Magens). Auch zwischen Magnesiumpräparaten und einzelnen Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten. Deshalb sollten Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder das Apothekenpersonal informieren, wenn Sie regelmäßig Arzneimittel einnehmen oder mehrere Präparate miteinander kombinieren möchten.
Kann zu viel Magnesium Beschwerden verursachen?
Über die normale Ernährung nimmt ein gesunder Körper in der Regel keine zu hohen Magnesiummengen auf. Bei hoch dosierten Präparaten kann es gelegentlich zu weichem Stuhl oder Durchfall kommen, da Magnesium Wasser im Darm bindet. Eine Überdosierung ist theoretisch bei gesunden Menschen nicht möglich, da das überschüssige Magnesium über den Urin ausgeschieden wird. Jedoch sollten Personen mit stark eingeschränkter Nierenfunktion vorsichtig sein, da die Ausscheidung über den Urin bei ihnen möglicherweise nicht ausreichend erfolgt. Die empfohlene Dosierung sollte daher eingehalten und bei Vorerkrankungen ärztlich abgestimmt werden.
Unterscheiden sich Magnesiumverbindungen in ihrer Verträglichkeit oder Wirkung?
Nein, für die Annahme, dass unterschiedliche Magnesiumverbindungen auch unterschiedliche oder spezifische Wirkungen (z. B. Schlafförderung, Verbesserung der kognitiven Funktion, Anti-Aging) haben, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise. Entscheidend ist es, durch einen Magnesiummangel bedingte Beschwerden mit einer ausreichend hohen Dosierung an Magnesium in Form einer gut verfügbaren Magnesiumverbindung und über einen ausreichend langen Zeitraum zu behandeln.
Organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat, Magnesiumaspartat und Magnesiumglutamat werden im Allgemeinen vom Körper sehr gut aufgenommen. Dies liegt daran, dass organische Verbindungen im Magen-Darm-Trakt sehr gut löslich sind und daher auch rasch aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen.
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