Ihre Fragen – Unsere Antworten
Sie haben Fragen zur Anwendung, Dosierung oder Verträglichkeit unserer Produkte? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Anliegen direkt aus unserer Fachabteilung Wissenschaft und Medizin.
Magnesium – Anwendung & Dosierung
Unsere Magnesium Verla®-Produkte gibt es in vielen Darreichungsformen: Dragées, Pulver oder Granulate zum Trinken, Brausetabletten, Kapseln, Direkt-Sticks oder Kautabletten. Aus medizinischer Sicht spielt es keine Rolle, welche Darreichungsform Sie bevorzugen. Die Wahl richtet sich nach Ihren persönlichen Vorlieben. Flüssige Formen sind besonders sinnvoll, wenn gleichzeitig auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden soll. Direkt-Sticks oder Kautabletten sind praktisch für unterwegs.
Magnesium sollte regelmäßig, am besten täglich eingenommen werden, wenn ein erhöhter Bedarf besteht, wie bei Sportlern, Schwangeren oder Einnahme bestimmter Arzneimittel. Die tägliche Zufuhr sollte an den individuellen Bedarf angepasst werden.
Bei einem Magnesiummangel wird eine tägliche Einnahme über mindestens 4–6 Wochen empfohlen, auch wenn die Beschwerden bereits abgeklungen sind. Denn die Magnesiumspeicher in den Knochen lassen sich nur langsam wieder auffüllen. Unter bestimmten Voraussetzungen/bei einigen Erkrankungen ist eine Dauereinnahme von Magnesium sinnvoll und bei intakter Nierenfunktion auch völlig unbedenklich.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für gesunde Erwachsene eine tägliche Magnesiumzufuhr von 350 mg für Männer und 300 mg für Frauen über die Nahrung. Für Schwangere und Stillende gelten ähnliche Werte. Diese Angaben sind Schätzwerte und können je nach individuellen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Aktivitätslevel und Gesundheitszustand auch höher liegen.
Zur Behandlung eines Magnesiummangels werden üblicherweise 240–480 mg Magnesium täglich eingesetzt, am besten aufgeteilt auf mehrere Einnahmen pro Tag. Ideal geeignet dafür sind unsere Magnesium Verla®-Arzneimittel in verschiedenen Darreichungsformen. Zur täglichen Nahrungsergänzung, wenn der Magnesiumbedarf nicht über die Nahrung gedeckt werden kann, empfehlen sich 150–300 mg Magnesium pro Tag bzw. bei erhöhtem Bedarf bis zu 400 mg täglich.
Grundsätzlich kann Magnesium zu jeder Tageszeit eingenommen werden, sowohl morgens als auch tagsüber oder abends. Es gibt keine optimale Tageszeit, da die Aufnahme und Verträglichkeit von individuellen Faktoren abhängen. Eine Einnahme vor den Mahlzeiten (z. B. 1 Stunde vor dem Essen) wirkt sich jedoch günstig auf die Bioverfügbarkeit von Magnesium aus. Ideal wäre es, die empfohlene Tagesdosis über den Tag zu verteilen, da kleine Mengen vom Körper besser aufgenommen werden als große Einzeldosen. Bei nächtlichen Muskelkrämpfen ist es zudem sinnvoll, die letzte Einzeldosis an Magnesium direkt vor dem Schlafengehen einzunehmen.
Überschüssiges Magnesium wird bei gesunden Nieren über den Urin ausgeschieden, so dass eine Überdosierung quasi nicht möglich ist. Nur bei stark eingeschränkter Nierenfunktion oder Einnahme von Dosen, die weit über den Dosierungsempfehlungen liegen, ist Vorsicht geboten – hier sollte die Einnahme erst nach ärztlicher Beratung erfolgen.
Magnesium wird immer in Form einer Verbindung eingesetzt. Je nach Bindungspartner des Magnesiums unterscheidet man organische oder anorganische Verbindungen. Organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat, Magnesiumaspartat oder Magnesiumglutamat werden vom Körper besonders gut aufgenommen, da sie im Magen-Darm-Trakt sehr gut löslich sind und daher auch rasch aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen. Sie haben sich in der medizinischen Praxis vielfach bewährt.
Nein, für die Annahme, dass unterschiedliche Magnesiumverbindungen auch unterschiedliche Wirkungen haben, gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise. Entsprechende Darstellungen beruhen nicht auf wissenschaftlichen Studien, sondern auf theoretischen Überlegungen, die als vollmundige Marketingaussagen verwendet werden. Tatsächlich gibt es keine seriöse wissenschaftliche Datenlage, die besondere Wirkungen bestimmter Magnesiumverbindungen bestätigt, die nicht auch durch andere Magnesiumverbindungen erreichbar wären. Entscheidend ist, durch einen Magnesiummangel bedingte Beschwerden mit einer ausreichend hohen Dosierung an Magnesium in Form einer gut verfügbaren Magnesiumverbindung und über einen ausreichend langen Zeitraum zu behandeln.
Magnesium und Sport
Ein direkter leistungssteigernder Effekt ist nicht zu erwarten. Magnesiumpräparate sind deshalb auch keine Dopingmittel. Besteht jedoch ein Magnesiummangel, kann sich die Einnahme deutlich positiv auf Energie, Muskelkraft und Belastbarkeit auswirken.
Am besten ist es, wenn die Magnesiumspeicher schon vor der Belastung gut gefüllt sind. Zwar kann Magnesium auch während der sportlichen Aktivität zugeführt werden; etwaige Leistungseinbußen durch eine Magnesiumunterversorgung lassen sich damit jedoch nicht mehr vermeiden. Eine regelmäßige Einnahme über mindestens 2 Wochen vor einem Wettkampf ist empfehlenswert. Nach dem Sport ist Magnesium entscheidend für die Regeneration und das Auffüllen der Körperspeicher.
Kombinationen und Verträglichkeit
Ja. In den üblichen Dosierungen beeinflussen sich Magnesium und Calcium bei der Aufnahme nicht negativ. Eine gleichzeitige Einnahme ist deshalb problemlos möglich.
Organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat oder -aspartat können zusammen mit Eisenpräparaten eingenommen werden. Sie behindern die Eisenaufnahme nicht, ein zeitlicher Abstand ist nicht notwendig. Anorganische Magnesiumverbindungen (z. B. Magnesiumoxid) dagegen sollten vorsichtshalber nicht zusammen mit Eisenpräparaten eingenommen werden.
Ja. Alle unsere Produkte sind frei von glutenhaltigen Zutaten und für Menschen mit Zöliakie geeignet.

Kohlenhydrate & Co. in Verla-Produkten
Die meisten unserer Produkte enthalten keine Lactose (Milchzucker). Einzelne Produkte enthalten extrem geringe Mengen (< 0,1 g pro Einheit), die in der Regel auch bei Lactoseintoleranz (reduzierte Lactase-Aktivität im Darm) gut vertragen werden. Denn bei der Mehrzahl der Personen mit einer Lactoseintoleranz verursachen Lactosemengen bis zu 10 g pro Tag keine Beschwerden (100 ml Vollmilch enthalten ca. 4,5 g Lactose). Sehr empfindliche Personen sollten dies individuell prüfen.

Kohlenhydrate & Co. in Verla-Produkten
Fast alle Produkte sind vegetarisch, viele auch vegan.
Unsere Verla® purKaps-Produkte besitzen eine Kapselhülle auf Cellulose-Basis und enthalten im Gegensatz zu vielen anderen Kapselprodukten keine Gelatine. Diese Produktlinie ist ausnahmslos für Vegetarier und Veganer geeignet.

Verla vegetarische und vegan Produkte
Ja, fast alle Produkte enthalten nur geringe oder keine verwertbaren Kohlenhydrate. Früher wurde der Kohlenhydratanteil in Broteinheiten angegeben, wobei eine Broteinheit 12 g Kohlenhydraten entspricht.

Kohlenhydrate & Co. in Verla-Produkten
Weitere Produkte
Ja, mit einem Gehalt von 5 mg Zink und 30 mg Vitamin C pro Lutschtablette sind Zinkletten Verla® als Nahrungsergänzung auch für Kinder geeignet. Vorausgesetzt, das Kind kann die Lutschtablette sicher im Mund behalten und es besteht keine Gefahr des ungewollten Verschluckens (ab ca. 2 Jahren). Für die Dosierung und Anwendungsdauer sollte das Alter des Kindes berücksichtigt werden.
Empfohlene Einnahme:
- Kinder bis 12 Jahre: 1 Lutschtablette täglich über einen begrenzten Zeitraum (z. B. 4–8 Wochen)
- Jugendliche ab 13 Jahren: 1–2 Lutschtabletten täglich über einen begrenzten Zeitraum (z. B. 4–8 Wochen)
Eine dauerhafte Einnahme von Zinkpräparaten sollte generell, aber besonders bei Kindern mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin abgestimmt werden.
Die Tabletten sind nicht ausdrücklich teilbar (die vorhandene Rille dient der Unterscheidung, nicht dem Teilen). Bei Bedarf können sie aber mit einem Tablettenteiler halbiert werden. Auf den Wirkstoff bzw. auf die Wirksamkeit des Arzneimittels hat das Teilen der Filmtabletten keinen Einfluss. Vorsicht: Die Tabletten sind sehr hart und es können beim Teilen scharfe Kanten entstehen. Alternativ lassen sie sich aber auch mit einem handelsüblichen Mörser zerkleinern und in Jogurt einrühren oder einem Glas Wasser oder Saft auflösen.
Bestellung und Erstattung
Unsere Produkte sind ausschließlich in Apotheken erhältlich – vor Ort oder in Versandapotheken. Ein Direktbezug bei Verla-Pharm ist nicht möglich.
Grundsätzlich gilt: Nur Arzneimittel (nicht Nahrungsergänzungsmittel) sind potenziell erstattungsfähig.
- Private Krankenversicherung (PKV): Arzneimittel werden erstattet, sofern medizinisch notwendig, im zugelassenen Anwendungsgebiet verordnet und im Versicherungsvertrag enthalten.
- Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): Nur in Ausnahmefällen oder im Rahmen von Satzungsleistungen (z. B. Schwangerschaft).
Bei Fragen zur Erstattungsfähigkeit können Sie sich gerne an Ihre Krankenkasse oder direkt an uns wenden. Wir helfen Ihnen gerne weiter.